Wie viel Erziehung braucht man für ein Fotoshooting?

 

Wie viel Erziehung braucht man für ein Fotoshooting?

 

Seien wir doch mal ehrlich, über kein Thema der Welt kann man so schön diskutieren wie über die Erziehung von Hunden. Was ist der richtige Weg, wie viel ist zu viel und was ist wichtig? Gibt es eine richtige Methode und wenn ja, welche ist es?

Ich möchte mich in diesem Blog jedoch mit der Frage auseinandersetzen, wie viel Erziehung für ein Fotoshooting wichtig ist. Kann man Hunde nicht fotografieren, wenn sie nicht erzogen sind? Und welche Vorteile hat der Fotograf, wenn der Hund erzogen ist?

Zuerst möchte ich ganz deutlich machen, wie du deinen Hund erziehst ist ganz alleine deine Sache. Ich urteile nicht über Hunde, ich kann das hier nur aus der Sicht einer hundehaltenden Fotografin erzählen.

Natürlich, ein erzogener Hund ist für mich als Fotografin leicht zu fotografieren. Ich kann viel mehr variieren und habe eine größere Freiheit bei den Posen. Und gerade wenn der Hund noch den ein oder anderen außergewöhnlichen Trick kann, entstehen mitunter ganz besondere Bilder.

 

Gerade Kommandos wie „Sitz“ „Platz“, „Bleib“ und „Hier“ können den Fotografen unter uns das Shooting sehr erleichtern.

 

Aber muss das sein? Nein, nicht unbedingt!

Gerade bei Welpen und Junghunden sitzt der Gehorsam – verständlicherweise – noch nicht ganz. Das Bleib ist nicht so verlässlich, immerhin riecht alles überall so gut. Und sich überall hinzusetzen? Das muss ja auch nicht unbedingt sein.

Welpen haben ihren ganz eigenen Charme, sie sind bezaubernd und werden so schnell groß. Diese Momente nicht festzuhalten nur weil der Gehorsam noch nicht stimmt? Das wäre der absolut falsche Weg. Den – ganz unter uns
😊 – es ist immer möglich etwas zu tricksen.

Ein noch nicht vollständig funktionierender Rückruf kann mit einer Schleppleine abgesichert werden. Die kann man auf dem Bild dann weg retuschieren und schon bei der Aufnahme zwischen hohen Gras und Bäume verstecken.  
Das Bleib funktioniert noch nicht auf großer Distanz? Ich verstecke den Menschen einfach hinter dem nächsten Baum. So ist das Frauchen für mich nicht mehr zu sehen, aber der Hund wird nicht unruhig.
Doch auch Sitz und Platz ist keine Voraussetzung für ein Shooting, wenn beides nicht geht fotografiere ich einfach eure Hunde in anderen Positionen. Alles ist möglich und immer Hundeabhängig.

Einen wichtigen Punkt möchte ich aber noch ansprechen. Es ist der Umgang mit unverträglichen Hunden und / oder mit ängstlichen Hunden. Grundsätzlich ist das Wichtigste in einem Shooting die Sicherheit. Die Sicherheit des Hundes, von Frauchen und/oder Herrchen und von mir. Die Kommunikation zwischen Hundebesitzern und mir ist dabei das A und O. Ich muss von dir wissen, wo die Probleme deines Hundes liegen.
Hier ist es von extremen Vorteil, wenn man als Fotografin die Hundesprache kennt. So kann ich auf Signale des Unwohlseins, Stress und Angst achten und dementsprechend handeln. In meinem fünfköpfigen Rudel ist eine ehemalige Angsthündin – meine kleine Hope – und mit meinem Herdenschutzmischling Tig habe ich einen unverträglichen Hund. Ich habe Erfahrung mit schwierigen Hunden und kann das in meinem Shooting bestens umsetzen.

Hunde können viel, müssen aber nichts. In einem Shooting achte ich als Fotografin ganz besonders darauf, dass sich Hund und auch Halter immer wohl fühlen. Im Gespräch mit dem Besitzer finde ich sehr schnell heraus, was ich alles ausprobieren kann und was nicht geht. Jedes Shooting ist individuell und muss für den Hund direkt angepasst werden.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    samsmith1337 (Freitag, 06 Juli 2018 23:17)

    Ihre Fotos sind sehr schön. Sie sind geschickter Fotograf :) Was ist Ihre Lieblingskamera?

  • #2

    samsmith1337 (Freitag, 06 Juli 2018 23:18)

    Übrigens, besuchen Sie meinen Blog, ich denke, Sie werden ihn mögen
    http://fixthephoto.com/blog/