Mein Tipp für euch | Hundefotografie

 

Hallo zusammen,

Heute möchte ich euch einen kleinen Tipp bei der Hundefotografie geben, der euch zwar einen komischen Blick von herumstehenden Menschen einbringt, aber eine große Wirkung hat!

Ändert eure Position!

Liest sich eigentlich ganz einfach, bewirkt aber auf Bildern wirklich Wunder. Bei Hunden ist es immer toll, wenn ihr mit ihnen auf Augenhöhe seid. Und das bedeutet nun mal automatisch, dass wir uns kleiner machen müssen. Wie klein hängt auch immer davon ab, welche Rasse wir fotografieren. Eine Deutsche Dogge hat ca. 80cm Schulterhöhe, da kann man sich als Fotografin auch wunderbar im Schneidersitz auf dem Boden sitzen.
Bitte denkt immer dran, die meisten Hunde finden es furchtbar spannend, wenn ihr euch auf einmal vor ihnen auf dem Boden sitzt. Vor allem wenn es euer eigener Hund ist
😊. Deswegen auf die Kamera aufpassen, so ein feuchter Nasenabdruck in der Linse muss auch erst mal wieder sauber gemacht werden 😉.  Bei meinen eigenen Hunden arbeite ich hier mit einem Bleib, außerdem sind sie es mittlerweile gewohnt, wenn Frauchen komische Verrenkungen macht.

Bei einem Chihuahua mit ca. 25cm Schulterhöhe müssen wir kleiner werden. Um die Kamera sicher in der Hand zu halten und das Bild nicht zu wackeln, empfehle ich, legt euch auf dem Bauch am Boden. So seid ihr klein genug und habt die Kamera auch in einem sicheren Halt. Als kleines Experiment könnt ihr die Kamera auch auf dem Boden legen und abdrücken. Ihr könnt zwar hier nur sehr begrenzt sehen (als kleiner Tipp, aktiviert den Live View bei eurer Kamera, so müsst ihr euch nicht total verrenken und ihr seht trotzdem was
😊 ). Aber es kommt eine ganz besondere Art von Bild raus. Wenn ihr nämlich auf euer Model fokussiert und mit der richtigen Blende arbeitet, ist der Boden wunderschön Unscharf. Probiert es mal aus 😊

Ihr fotografiert gerade den Hund einer Freundin, sitzt schon im Schneidersitz auf den Boden, euer tierisches Model strahlt sein neben euch stehendes Frauchen an, aber euch ist der Kopf des Hundes zu weit oben? Bittet euere Freundin einfach in die Hocke neben euch zu gehen, dann senkt sich der Blick eures Models sicherlich auch gleich und ihr könnt euer Bild machen.

Auf dem Boden zu sitzen oder zu liegen, ist natürlich nicht die einzig mögliche Variante wie ihr fotografieren könnt. Habt ihr es schon mal ausprobiert, wenn ihr genau über eurem Hund steht? Also frontal von oben über eurem Hund? Hier könnt ihr wunderbar die Augen eures Hundes betonen.  Als kleinen Trick kann man mit einer Hand die Kamera halten und in der zweiten Hand ein Leckerlie. So hat man die Aufmerksamkeit sicher
😊.
Jedoch ist das eine Position die nicht jedem Hund gefällt. Auf manche Hunde kann das bedrohlich wirken, das solltet ihr immer im Hinterkopf haben.

 

Grundsätzlich würde ich euch natürlich empfehlen, ein altes Handtuch, eine Matte oder ähnliches mitzunehmen. Und aufpassen wo ihr euch reinsetzt / reinlegt. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich schon in den Brennnesseln saß, weil ich vorher nicht richtig geschaut habe 😊.

Ich hoffe, der Tipp hilft euch, eure Bilder zu verbessern. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Fotografieren und würde mich freuen, eure Ergebnisse zu sehen!

 

Aus meiner Anfangszeit, dieses Bild wurde im Stehen aufgenommen. Man sieht deutlich, dass ich mit meiner Hope nicht auf Augenhöhe bin und das Bild wirkt "von Oben herab fotografiert"

Dieses Bild nahm ich im Liegen auf, das Gras im Vordergrund verschwimmt in der Unschärfe und gibt dem Bild noch zusätzlich einen gewissen Rahmen. 

Das Bild wurde im Stehen aufgenommen, ich hatte mich direkt über Hope gebeugt. Hier im Vordergrund stehen ganz klar ihre Augen und der Blick. Der Hintergrund (oder in diesem Fall der Boden) verschwimmt in der Unterschärfe, außer das, was direkt neben Hope ist.

 

Ein Wechsel eurer Perspektive kann auch eine Location vollkommen verändert. Das Bild von Tig entstand an der selben Location wie das Bild von Sarah (Mein Garten 😊 ). Sie sind nur von anderen Perspektiven aufgenommen. Während ich bei Tig auf dem Boden lag, stand ich bei Sarah auf einem Stuhl und habe leicht von oben herunter fotografiert.
Das hat etwas damit zu tun, was ich ausdrücken wollte mit den Bildern.
Bei Tig legte ich den Schwerpunkt auf den Kontrast von Maulkorb (der ja leider immer noch mit etwas Negativem assoziiert wird) und den Blumen.
Bei Sarah hingegen wollte ich genau die Blumen im Bild haben, die farblich hervorragend zu dem Dirndl passten.

 

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